Schreiben aus Leidenschaft …

Wie alles begann oder: Fantasie kennt keine Grenzen

Als ich im Dezember 1962 in Frankfurt am Main das Licht der Welt erblickte, hat sicher noch niemand geahnt, dass aus mir einmal eine erfolgreiche Liebesroman-Autorin werden würde.
Dass ich jedoch mit einer blühenden Fantasie und einer Menge Kreativität gesegnet bin, stellte sich bereits in meiner frühen Kindheit heraus – allerdings habe ich mir dadurch nicht selten Ärger eingehandelt.
Einmal – da war ich 6 oder 7 Jahre alt – erzählte ich in der Schule, dass meine Oma gestorben sei und wir sie nachts im Garten verbuddelt hätten. Keine Ahnung, wie ich darauf kam, aber als meine damalige Lehrerin entsetzt bei meinen Eltern anrief, waren diese gar nicht begeistert von meiner tollen Geschichte – Oma übrigens auch nicht ;)
Vorteilhaft war meine Gabe lediglich bei Schulaufsätzen, die stets sehr gut benotet wurden, was nicht zuletzt daran lag, dass ich eine ausgesprochene Leseratte war. Ich verschlang sämtliche Bücher, die ich in die Finger kriegen konnte, und doch reichte mir der Lesestoff irgendwie nie aus. Damals kam jeden Donnerstag der ‚Bücherbus‘, eine fahrende Bibliothek, die für etwa zwei Stunden in einer Straße gleich um die Ecke parkte (gibt es sowas heute eigentlich auch noch?). Drinnen roch es immer so toll nach Papier und Büchern, ich habe es wirklich geliebt. Allerdings hatte ich die sechs Bücher, die man sich maximal ausleihen durfte, spätestens am Sonntag ausgelesen und konnte es dann kaum erwarten, mir Nachschub zu holen.
Mit etwa dreizehn Jahren bekam ich von meinen Eltern zum Geburtstag eine Schreibmaschine geschenkt. Wahrscheinlich wollten sie mich damit auf eine berufliche Laufbahn im Büro vorbereiten, doch ich hatte anderes im Sinn. Ich begann  mit Feuereifer die ersten, kleinen Geschichten zu schreiben, die jedoch außer  meiner damaligen besten Freundin natürlich niemand zu lesen bekam.
Bis zum Abschluss meiner Gymnasialzeit verfasste ich auch  längere Erzählungen, die sich immer um das Thema ‚Liebe‘ drehten, dann begann der Ernst des Lebens und es blieb keine Zeit mehr fürs Schreiben.

Stop and gooooooooooooooooo!

Viele Jahre arbeitete ich im Innendienst einer Bank, zunächst als einfache Datentypistin, später als Mitarbeiterin in der Abteilungsleitung, und zum Schluss im IT-Bereich. Im Jahr 2008 übernahm ich die Büroleitung und allgemeine Organisation in einer Friedhofsgärtnerei – nach der damaligen Geschichte mit der verbuddelten Oma war das wohl irgendwie vorprogrammiert ;)
Da ich nun oft im Home-Office arbeiten konnte, ersparte ich mir das tägliche Pendeln und hatte wieder mehr Zeit für mich. Meine Tochter war bereits ausgezogen, mein Sohn beanspruchte mich auch immer weniger, und so verbrachte ich ab 2011 einen Teil meiner Freizeit wieder mit dem Schreiben.
Stunde um Stunde saß ich an meinem PC und tippte mir die Finger wund, anfangs nur für mich und unter strengster Geheimhaltung, sodass mein Mann  – damals noch meine Lebensgefahr … äh … mein Lebensgefährte – sich schon wunderte, was ich da so heimlich trieb. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich mir nie vorstellen können, jemandem meine Geschichten zu zeigen, geschweige denn, sie zu veröffentlichen. Um den häuslichen Frieden nicht zu gefährden, rückte ich aber schließlich doch mit der Wahrheit heraus, und damit war der Knoten geplatzt.
Ermutigt durch Familie und Freunde veröffentlichte ich meine ersten fertigen Werke auf einer Online-Plattform und war sehr überrascht über die große und positive Resonanz. Der zweite Platz in einem Schreibwettbewerb* gab mir weiteren Antrieb und bestärkte mich in meiner Leidenschaft fürs Schreiben.
Im Jahr 2013 beschloss ich dann, den Sprung in die Buchshops zu wagen, und  mein Roman „Küss mich, Santa“ schaffte es auf Anhieb in die Amazon Top Ten. Ein Jahr später folgte mit „Ein Anwalt unterm Weihnachtsbaum“ der nächste Bestseller, und auch alle weiteren Bücher wurden zum Erfolg. Ich hätte mir das nie träumen lassen, und die Vorstellung, dass so viele Menschen da draußen meine Geschichten lesen und lieben, ist manchmal ein bisschen unheimlich, aber gleichzeitig auch wunderschön.
Ich hoffe, dass mir meine Leidenschaft und Kreativität weiterhin erhalten bleibt, und ich meine Leser/innen mit meinen Romanen noch viele Jahre unterhalten kann.

Was es sonst noch über mich zu sagen gibt:

Derzeit lebe ich zusammen mit meinem Mann – aka ‚der Lektor, der aus der Hölle kam‘ – und unserer Hündin Manu im Rhein-Main-Gebiet. Neben meiner Familie steht das Schreiben bei mir an erster Stelle, doch ich habe natürlich auch andere Interessen, z.B. lesen, malen, stricken (bevorzugt Socken), fotografieren, und noch Einiges mehr. Leider fehlt mir meistens die Zeit für all diese Dinge, und wenn es nach mir ginge, hätte ein Tag mindestens 48 Stunden.
Ich liebe gute Bücher, Schokolade, Mettbrötchen, Spaziergänge am Strand, Sonnenauf- und untergänge, Hunde, Country-Music und ausgedehnte Schaumbäder – mit einem tollen Roman kann ich es da stundenlang aushalten. Außerdem liebe ich es, zu lachen, auch über mich selbst. Ich besitze viel Humor – der manchmal ziemlich schwarz ist – und bekomme ab und zu üble Lachkrämpfe. Den schlimmsten Lachanfall überhaupt hatte ich während einer Schulaufführung meines Sohnes, da musste ich die Aula verlassen, weil ich fast geplatzt wäre.
Natürlich gibt es noch viel mehr, was ich über mich erzählen könnte, aber das soll hier ja kein Roman werden. Wenn es etwas Wichtiges gibt, das ich vergessen habe, oder Dich irgendetwas brennend interessiert, darfst Du mir ruhig eine Nachricht schicken.  Ich bekomme gerne Post und antworte so schnell wie möglich.

Bis hoffentlich bald

* Meine Kurzgeschichte „Wochenende“ aus dem Schreibwettbewerb „Time of Crime“ ist in der gleichnamigen Anthologie des Schwabbauer Verlags enthalten:

Time of Crime – Krimikurzgeschichten – ISBN 978-9814083-7-9

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