Heaven

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Klappentext

Die Polizistin Kim erhält den Auftrag, den Rockstar Luke Summer zu beschützen. Weder ihr Chef noch Luke selbst ahnen, dass Kim den Star aus ihrer Jugend nur allzu gut kennt …

Leseprobe

Prolog

Die Tür der alten Scheune quietschte leise, und das dunkelhaarige Mädchen, welches oben auf dem Heuboden saß, zuckte zusammen. Vorsichtig rutschte sie zum Rand und spähte hinab, sah den siebzehnjährigen, blonden Nachbarsjungen, der sich suchend umschaute. Dann ging er zielstrebig zur Leiter und begann hinaufzuklettern.

Hastig stand sie auf und wich ein paar Schritte zurück.

Als er oben ankam und sie erblickte, fing er an zu grinsen. »Dachte ich mir doch, dass du wieder hier bist«, sagte er spöttisch und machte ein paar Schritte auf sie zu.

»Luke, warum musst du mich immer ärgern?«, fragte sie genervt. »Geh weg und lass mich in Ruhe.«

»Und was wenn nicht?«, fragte er herausfordernd und zog sie an den Haaren.

»Aua, hör auf damit.«

Ärgerlich schlug sie nach seiner Hand und wollte an ihm vorbei zur Leiter gehen, doch der Heuboden war schmal und mit einer kurzen Bewegung verstellte er ihr den Weg und grinste frech.

»Uh, die kleine Kim wird böse, jetzt habe ich aber Angst.«

»Nenn mich nicht immer kleine Kim und lass mich vorbei, sonst knall ich dir eine«, fauchte sie ihn an und versuchte erneut, sich an ihm vorbei zu schieben, doch er packte sie und hielt sie fest. »Mach doch, wenn du dich traust.«

Wütend probierte sie, sich von ihm loszumachen, stemmte sich mit ihren Händen gegen seine Brust. Er wich einen Schritt nach hinten, stolperte, verlor den Halt und stürzte rücklings über den Rand nach unten, riss sie dabei mit sich.

Sie landeten halbwegs sanft auf ein paar Heuballen, lagen einen Moment überrascht und benommen da. Irgendwann richteten sie sich auf, und Kims Blick fiel auf sein Gesicht. Erschrocken bemerkte sie, dass seine Wange blutete, offenbar war er auf die Heugabel gefallen, die neben ihm im Heu lag.

»Du hast dich verletzt«, sagte sie entsetzt und rutschte auf den Knien zu ihm hinüber, während sie in ihrer Hose vergeblich nach einem Taschentuch suchte.

Er tastete mit seiner Hand nach seiner Wange, zuckte zusammen und betrachtete entgeistert das Blut an seinen Fingern. »Mist.«

Kurz entschlossen zog Kim ihr T-Shirt aus. »Warte, ich wische dir das ein bisschen ab.«

Behutsam tupfte sie ihm mit dem Shirt über die Wange, ohne zu bemerken, wie er sie anstarrte.

»Tut es sehr weh?«, fragte sie besorgt, und er schüttelte den Kopf.

»Nein, geht schon«, murmelte er, ohne seinen Blick von ihrem fast unbekleideten Oberkörper zu lösen.

Plötzlich streckte er die Hände nach ihr aus, zog sie ein Stück an sich heran, und überrascht hielt sie inne. Sein Gesicht war auf einmal dicht vor dem ihren, seine blauen Augen funkelten, und Kim hielt die Luft an. Langsam kam sein Mund näher, legte sich auf ihre Lippen, sanft und vorsichtig.

Es war Kims erster Kuss. Unsicher begann sie, ihn zu erwidern und legte zögernd ihre Arme um seinen Hals. Ein warmes Gefühl breitete sich in ihr aus, ihr Herz raste, während sie spürte, wie seine Hände über ihren Rücken strichen und schließlich unbeholfen nach dem Verschluss ihres BHs tasteten.

Im gleichen Moment erklang draußen Gelächter, Füße trappelten, Sekunden später öffnete sich die Tür und Lukes Freunde, zwei Jungs und ein Mädchen, standen in der Scheune.

Erschrocken fuhren sie auseinander, Kim riss ihr T-Shirt an sich und hielt es sich schützend vor den Oberkörper, während Luke aufsprang und verlegen grinste.

»Oha, was haben wir denn da? Ein Liebespaar?«, spottete der Erste auch gleich, ein rothaariger Junge namens Lewis.

»Quatsch«, wehrte Luke schroff ab, »Was will ich denn mit der da?«

Das Mädchen kam auf ihn zu und legte besitzergreifend den Arm um ihn. »Hast du etwa mit ihr rumgemacht?«, fragte sie schmollend und starrte Kim böse an.

»Caitlin, was denkst du? Dass ich mich an Kindern vergreife? Ich kann doch auch nichts dafür, wenn die Kleine mir dauernd hinterherläuft.«

Er warf einen kurzen Blick auf Kim, während Caitlin sich an ihn schmiegte und ihn demonstrativ küsste. Eng umschlungen folgten sie den beiden Jungs zur Tür, die immer noch grinsten und höhnische Kommentare abgaben. Luke schob Caitlin hinter ihnen her nach draußen und drehte sich dann noch einmal zu Kim um.

»Du kannst ja nicht mal richtig küssen« sagte er spöttisch und sie hörte, wie die anderen draußen lachten.

Dann fiel die Tür hinter ihm zu; mit Lukes Blut an der Wange und Tränen in den Augen starrte Kim ihm hinterher.

Kapitel 1

»Kim, kommst du bitte mal in mein Büro?«, klang die Stimme von Charles Griffith, dem Leiter der Sonderermittlungskommission, aus dem Telefonhörer.

»Okay, bin sofort da«, sagte Kim und legte auf.

Rasch verließ sie ihr Büro, klopfte ein paar Schritte gegenüber an die Tür ihres Chefs und trat ein.

»Hallo Kim, setz dich«, forderte Charlie sie auf und sie ließ sich auf einem der beiden Stühle vor seinem Schreibtisch nieder. »Ich habe einen Auftrag für dich.«

Gespannt schaute sie ihn an.

»Es ist eine etwas heikle Angelegenheit, aber ich denke, du wirst das hinkriegen«, sagte er einleitend.

»Worum geht es denn?«

»Sagt dir der Name Luke Summer etwas?«

»Sprichst du etwa von dem Luke Summer?«, fragte Kim gedehnt, und ein ungutes Gefühl kroch durch ihren Bauch.

»Ja, ich meine den Rockstar«, bestätigte Charlie. »Ich erhielt vorhin einen Anruf vom Polizeipräsidenten, Albert Wainsworth, der ein guter Bekannter von Luke Summer ist. Summer hat einen Drohbrief erhalten, adressiert an das Hotel, in welchem er während des letzten Konzerts seiner Tour abgestiegen war. Da nur wenigen Leuten bekannt war, dass er dort logieren würde, nimmt er die Sache sehr ernst und hat sich an Wainsworth gewandt. Jetzt haben wir den Fall auf dem Tisch, und ich möchte, dass du dich darum kümmerst.«

Kim hielt die Luft an. »Und was soll ich tun?«, fragte sie zögernd.

»Wir werden dich als Summers Assistentin in sein persönliches Umfeld einschleusen, so hast du die Möglichkeit, ein Auge auf ihn zu haben und diskret und unauffällig zu ermitteln.«

Entgeistert starrte Kim ihren Chef an, dann schüttelte sie vehement den Kopf. »Nein, auf keinen Fall.«

»Wie bitte? Was soll das heißen?«, fragte Charlie ungehalten. »Kannst du mir erklären, wo das Problem ist?«

Sekundenlang schloss Kim die Augen, dachte daran, wie verliebt sie damals in Luke gewesen war, dachte an den Kuss in der Scheune, und dachte daran, wie er sie ausgelacht und beleidigt hatte. Ihm wieder zu begegnen war das Letzte, was sie wollte, doch das konnte sie Charlie natürlich nicht erzählen, und nervös suchte sie nach einer Ausrede.

»Luke Summer hat doch bestimmt einen Haufen Security-Leute, was braucht er da noch zusätzlichen Schutz?«

Charlie schüttelte den Kopf. »Nein, es gibt lediglich die Leute, die während seiner Konzerte engagiert werden, eine ständige Security hat er nicht. Und Wainsworth sagt, dass Summer Wert auf Privatsphäre und Diskretion legt, deswegen möchte er sich nicht mit einem Rudel Gorillas umgeben.«

»Aber ich bin doch noch nicht so lange hier und habe gar keine Erfahrung mit so etwas, kannst du nicht einen von den Jungs schicken?«, fragte sie abwehrend und schaute ihn hoffnungsvoll an.

»Die anderen sind momentan alle an Fällen dran, von denen ich sie nicht abziehen kann, du bist die Einzige, die frei ist«, erklärte Charlie. »Außerdem bist du dafür ausgebildet, und bringst alle Voraussetzungen für diese Aufgabe mit. Ich bin mir sicher, dass du das hinbekommst, sonst würde ich dich da nicht hinschicken.« Als Kim nicht antwortete, fügte er hinzu: »Du weißt, dass du unter all den Männern hier sowieso keinen leichten Stand hast, und dass ich mich ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt habe, als ich dich für diesen Job hierher geholt habe. Es wird Zeit, dass du beweist, dass ich mit dieser Entscheidung keinen Fehler begangen habe.«

Kim verstand den versteckten Hinweis und schaute ihn unglücklich an. »Ich habe wohl keine andere Wahl?«, fragte sie leise und Charlie schüttelte bedauernd den Kopf. »Also gut«, gab sie seufzend nach, »Und wie soll das ablaufen?«

»Du wirst jetzt nach Hause fahren und deine Sachen packen. In drei Stunden geht dein Flug nach Sunville. Summer hat dort eine Villa gemietet, um mit seiner Band an seinem neuen Album zu arbeiten, du wirst dort hinfahren und ihn treffen. Alle weiteren Einzelheiten wirst du mit ihm besprechen. – Ich habe keine Ahnung, wie ernst diese ganze Geschichte ist, aber ich erwarte, dass du vorsichtig bist, also keine Alleingänge, wenn dir irgendetwas verdächtig vorkommt, meldest du dich sofort.«

Kim verzog unglücklich das Gesicht und nickte resigniert. Sie fühlte sich elend und war ganz und gar nicht begeistert von dieser Sache, aber ihr blieb nichts anderes übrig, als sich Charlies Anordnung zu fügen.

»Wie lange soll ich dort bleiben?«

»Solange es nötig ist«, sagte er und machte ein ernstes Gesicht. »Und noch etwas: Ich habe Wainsworth versprochen, dass wir dafür sorgen, dass Luke Summer kein Haar gekrümmt wird, du wirst den Mann also keine Sekunde aus den Augen lassen.«

​​ 

Kim fuhr nach Hause und begann zu packen. Unablässig kreisten ihre Gedanken um Luke und die bevorstehende Begegnung mit ihm.

Er war ihre große, unerfüllte Jugendliebe gewesen, und obwohl das Ganze inzwischen mehr als zehn Jahre zurücklag, hatte sie es nie vergessen können, zu sehr war sie in ihn verliebt gewesen, und zu sehr hatte er sie verletzt.

Sie hatten nebeneinander gewohnt, Haus an Haus in dem kleinen, verschlafenen Moonbrook. Luke war bereits damals sehr musikalisch gewesen, er hatte eine eigene, kleine Band gehabt und war der Star an ihrer Schule gewesen. Die Mädchen waren ihm scharenweise hinterher gelaufen, und während Kim immer still für ihn geschwärmt hatte, hatte er nichts anderes im Sinn gehabt, als sie ständig aufzuziehen und zu ärgern. Wenn er mit ihr alleine gewesen war, war er immer ganz nett zu ihr gewesen, und in diesen Momenten hatte sie oft geglaubt, er würde sie auch ein bisschen mögen. Als er sie dort in der Scheune geküsst hatte, hatte Kim sich für einen Moment am Ziel all ihrer jugendlichen Wünsche und Sehnsüchte geglaubt. Doch dann hatte er sie jäh aus ihren Träumen gerissen, hatte sie ausgelacht und verspottet, und das hatte sie ihm bis heute nicht verziehen.

Wenige Tage nach dem Vorfall in der Scheune war Kims Vater zur Polizei nach Newhaven versetzt worden, sie waren weggezogen und sie hatte Luke danach nie mehr wiedergesehen. Während sie in die Fußstapfen ihres Vaters getreten war, ihren Schulabschluss mit Auszeichnung abgelegt hatte und dann zur Polizeiakademie gegangen war, hatte Luke seine Gesangskarriere fortgesetzt und das mit sensationellem Erfolg. Obwohl sie nicht verhindern konnte, immer mal wieder etwas in den Zeitungen über ihn zu lesen oder eines seiner Lieder im Radio zu hören, hatte sie sich verboten, jemals wieder an ihn zu denken.

Noch während ihrer Zeit auf der Akademie hatte sie Michael kennengelernt, und sich blindlings und unüberlegt auf eine Ehe mit ihm eingelassen. Es war nicht lange gutgegangen, und bereits kurz, nachdem sie beide ihren Dienst bei der Polizei in Newhaven aufgenommen hatten, hatte Kim sich wieder von ihm scheiden lassen.

Für eine ganze Weile hatten sie noch zusammengearbeitet, doch Michael hatte ihr die Trennung übel genommen und begonnen, bei den Kollegen gegen sie zu hetzen. Kurzerhand hatte sie sich um die Versetzung zur Sonderermittlungskommission beworben, sie besaß eine entsprechende Ausbildung und hatte gehofft, dort neu anfangen zu können.

Dieser Wunsch schien sich zunächst auch zu erfüllt zu haben. Unter etlichen, meist männlichen Bewerbern war sie tatsächlich ausgewählt worden, und der Job hatte ihr Spaß gemacht – bis jetzt.

Unglücklich drückte sie das Schloss an ihrem alten Koffer zu und sah auf die Uhr. Es war Zeit loszufahren, in einer halben Stunde musste sie am Flughafen sein.

Mit geschlossenen Augen saß sie kurz darauf auf dem Rücksitz eines Taxis, während sie versuchte, sich innerlich gegen das zu wappnen, was ihr bevorstehen würde.

Mit gemischten Gefühlen saß Kim in dem Taxi, das sie vom Flughafen Sunville zu der von Charlie genannten Adresse brachte. Nach einer knappen halben Stunde hielt der Wagen vor dem Gittertor eines abgelegenen Anwesens, welches mit einer hohen Hecke umsäumt war. Kim bezahlte und stieg aus, nahm ihren Koffer vom Rücksitz und das Taxi fuhr davon.

Nervös warf sie einen Blick durch die Gitterstäbe, erspähte die weißgetünchten Wände eines Hauses, die ein Stück von der Einfahrt entfernt durch die Bäume hindurch schimmerten.

Sie holte tief Luft und drückte auf die Klingel der Sprechanlage.

»Ja?«, meldete sich nach einer Weile eine Männerstimme.

»Guten Tag, mein Name ist Tremaine, Mr. Summer erwartet mich«, erklärte sie, und rechnete damit, dass sie vermutlich nicht so einfach hereingelassen werden würde.

»Warten Sie bitte.«

Es dauerte eine Weile, dann kam ein älterer Mann angeschlurft und beäugte sie misstrauisch durch das Gitter.

»Hallo, ich werde erwartet, ich bin Mr. Summers neue Assistentin.«

Sie drückte dem Mann das Fax in die Hand, das Charlie ihr noch besorgt hatte, und welches ihr ungehinderten Zutritt verschaffen sollte.

Der Mann studierte aufmerksam den Text. »In Ordnung«, nickte er und öffnete das Tor.

Er nahm Kims Koffer und bedeutete ihr zu folgen. Sie gingen die Auffahrt entlang und standen dann vor dem Eingang des Hauses. Der Mann schloss umständlich die Tür auf, begleitete sie nach drinnen und stellte ihren Koffer ab.

»Dann einen schönen Abend noch«, wünschte er, und bevor Kim etwas erwidern konnte, war er auch schon verschwunden.

Sie hörte noch, wie er die Haustür wieder sorgfältig abschloss.

Hilflos stand sie in der Eingangshalle und schaute sich um. Eine Treppe führte nach oben, es gab mehrere Türen, aus einer davon erklangen gedämpft Bruchstücke von Musik. Während sie noch überlegte, ob sie einfach dort hineingehen sollte, öffnete sich die Tür und ein Mann kam heraus.

Überrascht starrte er sie an.

»Hi«, grüßte Kim zaghaft, »ich werde erwartet, ich bin …«

Bevor sie ihren Satz zu Ende bringen konnte, hatte der Mann sich umgedreht, die Tür wieder geöffnet und rief fragend hinein: »Hat einer von euch ein Mädchen bestellt?«

Entgeistert riss Kim die Augen auf, hörte Gelächter aus dem Raum und Männerstimmen, die irgendetwas Unverständliches sagten.

Der Mann drehte sich wieder zu ihr um, grinste sie an. »Also wenn die anderen sich nicht einig werden, springe ich auch gerne ein«, sagte er und warf ihr einen anzüglichen Blick zu.

Energisch schüttelte Kim den Kopf. »Ich glaube, das ist ein Missverständnis, Mr. Summer erwartet mich.«

»Oh«, sagte der Mann und riss überrascht die Augen auf. »Luke hat also …«

Weiter kam er nicht, in diesem Augenblick trat ein blonder Mann aus dem Raum und unterbrach ihn.

»Chris, ich denke, du solltest wieder nach drinnen gehen.«

»Schade«, murmelte der Mann, warf ihr noch ein bedauerndes Grinsen zu und verschwand.

Obwohl sie Luke seit mehr als zehn Jahren nicht gesehen hatte, erkannte Kim ihn sofort, er hatte sich nicht sehr verändert, sah sogar noch besser aus, als sie ihn in Erinnerung hatte. Er war immer noch genauso schlank und muskulös, und seine blauen Augen leuchteten noch genauso strahlend wie früher. Mit klopfendem Herzen betrachtete sie ihn, und ihr Blick fiel auf die kleine Narbe an seiner Wange. Erinnerungen überfluteten sie, ein dumpfer Schmerz fuhr durch sie hindurch, und nur mühsam gelang es ihr, die aufsteigenden Bilder beiseitezuschieben.

»Ich habe keine Ahnung wie Sie es geschafft haben, hier hereinzukommen, aber da Sie nun mal hier sind, gebe ich Ihnen ein Autogramm, und dann möchte ich Sie bitten, wieder zu gehen«, sagte Luke jetzt abweisend.

»Nein, ich will kein Autogramm, mein Name ist Kim Tremaine, ich komme im Auftrag von Mr. Wainsworth«, erklärte Kim hastig.

Er schaute sie stirnrunzelnd an, und mit angehaltenem Atem wartete Kim auf seine Reaktion, doch er schien sie offenbar nicht zu erkennen. Ihr Name sagte ihm natürlich nichts, den Namen Kim gab es häufig, und der Einfachheit halber hatte sie nach ihrer Scheidung Michaels Nachnamen behalten. Einen Moment lang überlegte sie, ob sie sich zu erkennen geben sollte, doch bevor sie sich entschieden hatte, zog ein Grinsen über sein Gesicht.

»Also ich weiß ja nicht, was Albert sich dabei gedacht hat, aber wenn ich eine Frau brauche, besorge ich mir die normalerweise selbst«, sagte er spöttisch.

Kim starrte ihn sprachlos an, offensichtlich hatte er sich kein bisschen verändert.

Das fängt ja schon gut an, ich wusste, dass es keine gute Idee war, hierher zu fahren, dachte sie frustriert, und sie beschloss spontan, ihm nicht zu sagen, wer sie war.

Schließlich war sie rein beruflich hier, und es würde besser sein, sich darauf zu konzentrieren und nicht an alten Dingen zu rühren.

Zwar hätte sie sich nach seiner anzüglichen Bemerkung am liebsten auf dem Absatz herumgedreht, doch Charlies Ermahnungen fielen ihr wieder ein, und sie bemühte sich, ruhig und höflich zu bleiben.

»Ich glaube, Sie missverstehen da etwas, ich bin wegen der Sache mit dem Brief hier.«

Das Grinsen verschwand augenblicklich und wich einem erstaunten Gesichtsausdruck. »Das muss dann wohl ein Irrtum sein, ich hatte einen Mann erwartet.«

Kim seufzte genervt. »Ja, vermutlich hatten Sie sich einen riesigen Kerl mit breiten Schultern und dicken Muskelpaketen vorgestellt, aber da muss ich Sie enttäuschen, Sie werden wohl mit mir vorlieb nehmen müssen.«

Luke musterte sie von oben bis unten, schüttelte dann den Kopf. »Nein, auf keinen Fall. Ich werde mich doch nicht von einem Mädchen beschützen lassen, das schmächtiger ist als ich. – Das haben wir gleich, einen kleinen Moment.«

Sekunden später hatte er sein Handy herausgeholt und tippte rasch eine Nummer ein.

Im Stillen rieb Kim sich die Hände; wenn sie Glück hatte, würde sich die ganze Sache gleich erledigt haben, sie könnte frohen Mutes nach Hause fahren und Luke wieder in der hintersten Ecke ihres Gedächtnisses verschwinden lassen. Abgesehen davon, dass sie von diesem Auftrag und dem Zusammentreffen mit ihm sowieso nicht begeistert war, war er immer noch dermaßen arrogant, dass sie keinen gesteigerten Wert darauf legte, ihn für längere Zeit ertragen zu müssen.

»In Ordnung, also bleibt mir ja wohl nichts anderes übrig«, hörte sie ihn gerade noch sagen, dann hatte er sein Gespräch beendet und schaute sie kopfschüttelnd an.

»Also gut, sieht scheinbar so aus, als hätte ich keine andere Wahl«, sagte er resigniert. »Ich werde mich wohl oder übel mit Ihnen zufriedengeben müssen.«

Er hörte sich an, als hätte er statt der ersehnten Spielzeugeisenbahn ein paar selbstgestrickte Socken unter dem Weihnachtsbaum gefunden, und Kim musste sich ein Grinsen verkneifen. Allerdings war sie genauso enttäuscht. Ihre Hoffnung diesen Fall und Luke schnell wieder hinter sich lassen zu können, hatte sich soeben in Luft aufgelöst.

Kapitel 2

Nervös schaute Kim Luke an und fragte sich, wie es nun weitergehen würde.

»Dann werde ich Ihnen jetzt zeigen, wo Sie schlafen können, oben im zweiten Stock sind die Räume der Jungs, da ist noch ein Zimmer für Sie frei.«

Er machte eine Bewegung in Richtung Treppe, doch nach kurzem Überlegen blieb Kim stehen. Charlies Worte kamen ihr in den Sinn.

»Du wirst den Mann keine Sekunde aus den Augen lassen«, hatte er gesagt, und unsicher fragte sie: »Wo schlafen Sie?«

Er warf ihr einen überraschten Blick zu. »In der ersten Etage, warum?«

»In Ordnung, dann werde ich auch dort schlafen.«

Luke runzelte die Stirn. »Darf ich fragen weshalb?«

»Ganz einfach, es gehört zu meinem Job, auf Sie aufzupassen, und das bedeutet, dass ich mich Tag und Nacht in Ihrer Nähe aufhalten werde. Ich bin für Ihre Sicherheit zuständig, und Albert Wainsworth erwartet, dass ich Sie nicht aus den Augen lasse, deswegen werde ich nicht auf einer anderen Etage schlafen«, erklärte sie fest, und hoffte, dass er ihr nicht anmerken würde, dass sie keineswegs so selbstsicher war, wie sie sich gab.

Einen Moment lang starrte er sie ungläubig an, dann zog ein belustigtes Lächeln über sein Gesicht. »Möchten Sie vielleicht gleich in meinem Bett schlafen?«

Kim wurde rot. »Nein, natürlich nicht«, sagte sie abwehrend, »eine Schlafmöglichkeit in der Nähe Ihres Zimmer reicht völlig aus.«

»Na da habe ich ja nochmal Glück gehabt«, grinste er spöttisch und ging die Treppe hinauf, und Kim folgte ihm verärgert.

Er betrat ein Zimmer und schaltete das Licht ein. »Wenn das hier für Sie okay ist, soll es mir recht sein«, sagte er und öffnete eine Tür, die sich seitlich im Raum befand. »Und direkt hier nebenan ist mein Schlafzimmer, Sie können also ganz beruhigt schlafen.«

Kim verzog das Gesicht. Sie hatte das Gefühl, dass er sich insgeheim immer noch über sie lustig machte, und fragte sich, wie sie es schaffen sollte, seine überhebliche Art für einen längeren Zeitraum zu ertragen.

»Das ist schon in Ordnung«, murmelte sie genervt, während sie sich in dem kleinen Raum umsah.

Es war mehr eine Abstellkammer als ein Schlafzimmer, aber es gab ein Bett, eine Kommode, einen kleinen Tisch und einen Sessel, mehr würde sie nicht brauchen,

»Gut, dann lasse ich Sie jetzt in Ruhe auspacken, alles Weitere besprechen wir morgen«, nickte Luke, und zog die Tür hinter sich zu.

Einen Moment blieb er nachdenklich im Flur stehen, dann ging er kopfschüttelnd nach unten.

Als Kim früh am nächsten Morgen erwachte, dauerte es einen kleinen Moment, bis ihr bewusst wurde, dass sie sich nicht zu Hause in ihrem Bett befand.

Die Erinnerung an den vergangenen Tag kehrte zurück, und frustriert setzte sie sich auf.

Sie hatte am vergangenen Abend noch lange wachgelegen, hatte hin und her überlegt, wie sie jetzt mit dieser Situation umgehen sollte. Charlie anzurufen und die ganze Sache abzublasen kam nicht infrage, das würde definitiv das Aus für ihre Karriere bedeuten. Also würde sie hier bleiben und diesen Job über die Bühne bringen müssen, so schnell und professionell wie möglich.

Wieder überlegte sie, ob sie sich Luke zu erkennen geben sollte, im Grunde widerstrebte es ihr, unehrlich zu sein. Doch nachdem er sich sowieso schon über sie lustig machte, ahnte sie, dass es noch schlimmer werden würde, wenn er erfuhr, wer sie war, und das wollte sie sich ersparen. Außerdem war es für die Erledigung ihres Auftrags unerheblich. Im Gegenteil, sie würde vermutlich konzentrierter und effektiver arbeiten können, wenn sie ihre berufliche Distanz bewahrte und sich nicht von ihren Erinnerungen aus der Fassung bringen ließ. Also würde sie ihn einfach so behandeln, als wäre er ein völlig Fremder, und hoffen, dass sie hier möglichst bald wieder wegkäme.

Verschlafen griff sie sich ein paar Sachen aus der Kommode und überquerte dann rasch den Flur, um ins Bad zu gehen. Nach einer ausgiebigen Dusche fühlte sie sich etwas besser; sie zog sich an und ging in der Hoffnung auf ein Frühstück nach unten.

Unsicher öffnete sie die erste Tür und warf einen kurzen Blick in den dahinterliegenden Raum. Es war ein geräumiges Wohnzimmer, komfortabel eingerichtet, mit einem Kamin an einer Wand. Durch die großen Fenster konnte sie in den Garten hinaussehen, wo ein Pool einladend in der Sonne schimmerte. Dann entdeckte sie einen offenen Durchgang und stellte zufrieden fest, dass dieser in die angrenzende Küche führte.

Wenig später hatte sie Kaffee gekocht, sich ein Marmeladenbrot geschmiert und setzte sich damit an den Esstisch. Es war still im Haus, offenbar schliefen alle noch, und sie war froh, in Ruhe ihr Frühstück genießen zu können.

Kaum hatte sie in ihr Brot gebissen, öffnete sich die Tür und Luke kam herein.

»Guten Morgen«, sagte er, offensichtlich überrascht, sie um diese frühe Uhrzeit hier zu sehen.

»Guten Morgen.«

»So früh schon auf?«, fragte er, während er sich eine Tasse Kaffee eingoss.

Kim nickte. »Ja, ich gehöre nicht zu den Langschläfern.«

Er nahm sich eine Schüssel Cornflakes und setzte sich zu ihr an den Tisch. »Aber eigentlich dürften Sie noch gar nicht hier unten sein«, erklärte er mit ernster Miene.

»Äh … wieso?« Verwundert schaute sie ihn an, und er grinste.

»Seit wann darf sich der Wachhund einfach entfernen, wenn der Herr noch schläft?«

Verärgert schob Kim ihren Teller beiseite. »Hören Sie, mir gefällt das Ganze hier genauso wenig wie Ihnen. Aber ich habe einen klaren Auftrag und den werde ich ausführen, basta. Außerdem dient das Ihrer eigenen Sicherheit, also finden Sie sich entweder damit ab, oder rufen Sie Wainsworth an und sagen ihm, dass Sie mich feuern.«

Luke trank einen Schluck Kaffee und schaute sie dabei über den Rand der Tasse hinweg prüfend an. »Nachdem wir das jetzt geklärt hätten, werde ich meine morgendliche Joggingrunde drehen, und danach können wir uns zusammensetzen und alles Weitere besprechen«, wechselte er unvermutet das Thema.

»In Ordnung, ich gehe mich schnell umziehen.« Sie stand auf.

»Wieso umziehen … ach so.« Wieder ging kurz ein spöttisches Lächeln über sein Gesicht. »Eine Klette ist harmlos im Vergleich zu Ihnen. – Aber es gibt schon noch gewisse Dinge, bei denen ich nicht unbedingt einen Aufpasser gebrauchen kann.«

Kim wurde rot. Am liebsten hätte sie ihn geohrfeigt, doch sie riss sich zusammen, murmelte ein kaum verständliches »Bis gleich« und verließ rasch die Küche.

Wenig später hatte Kim ihre Sportsachen an und ging wieder nach unten. Sie war ganz froh, dass Luke joggen wollte. Es gehörte zu ihrem Beruf sich fit zu halten, und zu Hause ging sie ebenfalls täglich laufen oder schwimmen.

Kurz darauf waren sie unterwegs, liefen schweigend nebeneinander einen Waldweg entlang.

Nach einer knappen Stunde erreichten sie wieder die Villa und stiegen zusammen die Treppe hinauf.

»Na zumindest haben Sie eine gute Kondition«, sagte Luke gönnerhaft, als sie oben ankamen, und Kim war schon wieder kurz davor, ihm eine patzige Antwort zu geben. Doch bevor sie etwas erwidern konnte, fuhr er auch schon fort: »Ich schlage vor, wir treffen uns dann gleich im Arbeitszimmer.«

»In Ordnung, ich würde vorher nur gerne schnell duschen.«

»Ich auch, aber bitte, ich lasse Ihnen den Vortritt – es sei denn, ich darf das jetzt auch nur noch unter Ihrer Aufsicht?«

Sein Ton klang genervt, aber Kim bemerkte, wie seine Mundwinkel schon wieder amüsiert zuckten. Sie gab ihm keine Antwort, ging stattdessen in ihr Zimmer, griff sich ihre Kleidung und zog wenig später verärgert die Tür des Badezimmers hinter sich zu.

Warum musst du nur immer noch so ein Idiot sein, Luke Summer?, dachte sie kopfschüttelnd, während sie sich auszog und das Wasser aufdrehte, und fragte sich unglücklich, ob das jetzt die ganze Zeit so weitergehen würde.

Kurz darauf stand sie im Arbeitszimmer und schaute sich um. Es gab einen Schreibtisch mit PC, ein paar Bücherregale und eine Sitzecke.

Kim ging ans Fenster und warf einen Blick nach draußen, im gleichen Moment betrat Luke das Zimmer, und sie drehte sich zu ihm um.

Er bedeutete ihr Platz zu nehmen, sie ließ sich in einem Sessel nieder, er setzte sich ihr gegenüber auf die Couch.

»Also gut, wie ich bereits sagte, bin ich keineswegs davon begeistert, Sie hier zu haben«, erklärte er nachdrücklich. »Aber da es sich nun mal so ergeben hat, sollten wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.«

Kim hätte ihm am liebsten an den Kopf geworfen, dass sie auch nicht gerade versessen darauf war, ihre Zeit mit ihm zu verschwenden, doch sie hielt sich zurück. Charlie hatte sie extra noch einmal darauf hingewiesen, dass sie dem Polizeipräsidenten persönlich Rechenschaft ablegen musste, wenn irgendetwas schiefgehen würde. Sie ahnte dunkel, was passieren würde, wenn Luke sich bei Albert Wainsworth über sie beschwerte, also nickte sie nur stumm.

»Bevor ich Ihnen erkläre, worum es überhaupt geht, würde ich gern ein paar andere Details mit Ihnen besprechen«, fuhr er fort. »Albert hat mir geraten, über den wahren Grund Ihrer Anwesenheit sicherheitshalber Stillschweigen zu bewahren, also werden Sie offiziell als meine persönliche Assistentin fungieren. Haben Sie eine ungefähre Vorstellung, was Sie in dieser Eigenschaft zu tun haben?«

»Ehrlich gesagt nein«, gab Kim achselzuckend zu.

»Das dachte ich mir schon. Also werde ich Ihnen wohl ein paar Instruktionen geben müssen, damit Sie wenigstens das Gröbste hinbekommen, ohne dass jemand Verdacht schöpft«, seufzte er, und es klang als hätte man von ihm verlangt, einem Esel das Klavierspielen beizubringen.

»Naja, ein paar Termine koordinieren oder Autogrammkarten verschicken werde ich wohl noch auf die Reihe kriegen«, entfuhr es Kim patzig.

Er schien sie wohl für komplett verblödet zu halten.

»Das werden wir noch sehen«, grinste er, wurde aber gleich wieder ernst. »Über die Einzelheiten können wir uns später unterhalten, da ich offiziell ein paar Tage Auszeit habe, haben Sie noch eine kleine Schonfrist.« Kim verzog das Gesicht, und er fuhr fort: »Wenn Sie möchten, können Sie für Ihre Arbeit den PC hier benutzen, falls Sie sonst noch etwas brauchen sollten, sagen Sie mir Bescheid.«

»Okay«, nickte Kim, »aber ich bin immer noch nicht so ganz im Bilde, worum es jetzt eigentlich geht.«

»Das wüsste ich selbst gerne«, sagte Luke achselzuckend. »Wahrscheinlich werden Sie sowieso denken, ich mache aus einer Mücke einen Elefanten. Eigentlich wollte ich auch gar kein großes Theater darum machen, sondern nur einen Rat, aber Albert hat darauf bestanden, jemanden herzuschicken.«

»Das war ohne Frage eine kluge Entscheidung, man sollte solche Dinge immer ernst nehmen, gerade wenn man so in der Öffentlichkeit steht wie Sie«, beruhigte Kim ihn. »Wenn sich herausstellen sollte, dass es harmlos ist, umso besser.«

Luke stand auf, ging zum Schreibtisch, nahm einen Umschlag heraus und drückte ihn ihr in die Hand.

»Das hier ist der Brief.«

Aufmerksam betrachtete Kim das Kuvert, es war ein gewöhnlicher Umschlag, den man für ein paar Cent in jedem Laden kaufen konnte. Auf der Vorderseite war 'Luke Summer' aufgedruckt, weiter stand nichts darauf, es gab keine Briefmarke und keinen Poststempel.

Gespannt machte sie ihn auf und faltete das Blatt auseinander, überflog kurz die wenigen Zeilen. Während sie las, breitete sich eine ungute Vorahnung in ihr aus. Sie hatte ein paar grobe Beschimpfungen oder Beleidigungen erwartet, doch ein unerklärliches Gefühl tief in ihrem Inneren sagte ihr, das dies hier keineswegs harmlos war.

NEVER FORGET

Du hast wohl gedacht, Du kannst ewig so weitermachen, aber da hast Du Dich getäuscht. Ich habe lange gewartet, aber jetzt ist es an der Zeit dich spüren zu lassen, was Qualen sind. Ich werde es nie vergessen.

Kim starrte eine Weile auf den Text, der offensichtlich mit einem PC auf normalem, weißem Büropapier geschrieben war.

»Wie haben Sie den Brief erhalten?«, fragte sie dann nachdenklich.

»Er wurde vorgestern Morgen an der Rezeption des Newhaven Inn abgegeben, ich war dort während des letzten Konzerts meiner Tour abgestiegen. Wie gesagt, ich bin mir nicht sicher, ob das Ganze nicht nur ein schlechter Scherz ist, ich kenne genug Kollegen, die sich schon mit irgendwelchen Spinnern herumärgern mussten. Das Einzige was mich daran stört ist, dass nur wenige Leute wussten, in welchem Hotel ich mich aufhalte.«

»Es ist auf jeden Fall richtig, der Sache nachzugehen«, erklärte Kim und faltete das Schreiben wieder zusammen. »Ich werde eine Kopie davon anfertigen und das Original ins kriminaltechnische Labor schicken. Zwar habe ich nicht viel Hoffnung, dass man etwas Verwertbares findet, aber vielleicht haben wir ja Glück. Und für den Fall, dass Sie einen weiteren Brief erhalten sollten, möchte ich Sie bitten, ihn gar nicht oder möglichst nur am Rand anzufassen.«

»In Ordnung«, nickte Luke. Er warf ihr einen fragenden Blick zu. »Was denken Sie, wie ernst muss ich das nehmen?«

Kim schaute ihn einen Moment schweigend an, bemerkte, dass er auf einmal sehr unsicher wirkte, und ein winziges Gefühl der alten Zuneigung stieg plötzlich in ihr auf.

»Ehrlich gesagt weiß ich es nicht«, sagte sie leise und fügte unbewusst in Gedanken hinzu: Aber ich werde alles dafür tun, dass dir nichts passiert.

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Bildrechte: catandway@pixabay.com; herzmeister@pixabay.com Coverdesign: Marina Schuster

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